1. «Sommer Psi-Tage» Rheinfelden

Vom 23. bis zum 25. Juni fanden die ersten «Sommer Psi-Tage» in Rheinfelden statt.
Zum Auftakt am Freitag verzeichneten wir gegen 500 Besucher bei der kostenlosen Abendveranstaltung mit Demonstrationen medialer Jenseitskontakte von mehreren schweizerischen und ausländischen Medien. Der Kongress selbst fand in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre ab. Die Besucher schätzten die Atmosphäre des Städtchens und der Veranstaltungsorte sehr. Bisher haben wir fast ausnahmslos positive Rückmeldungen zum Gebotenen und zum Veranstaltungsort erhalten.
Dies ermutigt uns, die 2. «Sommer Psi-Tage» in Rheinfelden für Pfingsten 2007 zu planen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.
Untenstehend finden Sie einen persönlichen Rückblick auf den Kongress von Matthias Güldenstein.


1. Sommer Psi-Tage in Rheinfelden – Ein persönlicher Rückblick von Matthias Güldenstein

Ob es am Fussball lag, am schönen und heissen Sommerwetter oder an den angeblich hohen Preisen (nicht teurer als ein normales Wochenendseminar, aber mit sehr viel mehr Inhalt) – nach einem wunschgemäss vollen Saal am Freitagabend, der bei freiem Eintritt besucht werden konnte, kamen zum Wochenende einige Besucher weniger, als wir für einen finanziell ausgeglichenen Kongress benötigt hätten.
Die Besucher, die da waren, waren hell begeistert und genossen die schöne Umgebung, das herrliche Wetter, die hochkarätigen Diskussionen, die hervorragenden Demonstrationen und die lehrreichen Workshops.
In den Diskussionen wurde deutlich, dass paranormale Erfahrungen als gegeben angenommen werden können. Die Frage ist jedoch, wie solche Erfahrungen interpretiert werden sollen.
Wir alle können erleben, wie die Sonne am Morgen aufgeht und am Abend wieder hinter dem Horizont hinabsteigt. Das einfache Modell eines Sonnenwagens, der über den Himmel fährt, musste jedoch der sehr viel komplexeren Theorie einer um die Sonne und sich selbst kreisenden Erde weichen. So, meinte der Parapsychologe Peter Mulacz aus Wien, könnte es sein, dass hinter der einfachen Wahrnehmung eines Verstorbenen ein sehr viel komplexeres Modell stünde. Noch wissen wir nicht, weshalb zum Beispiel laut einer Untersuchung von Erlendur Haraldsson, einem emeritierten Psychologie-Professor aus Island, gewaltsam ums Leben gekommene Menschen viel öfter spontan von ihren Angehörigen als Geistwesen wahrgenommen werden, als andere. Wir können zwar psychologisch nachvollziehen, wie Martina Belz und Eberhard Bauer vom Freiburger Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene erklärten, dass starke Emotionen wie Frustration und Wut sozusagen auf die physikalische Ebene überspringen und sich als «Poltergeister» betätigen können. Wie dies aber funktioniert, wissen wir ebenso wenig, wie wir verstehen, warum der Gedanke «Ich hebe meinen Arm» die entsprechende Körperreaktion auslöst. Dass das Klopfen im Schrank objektiv hörbar ist, und vom Auslöser als ich-fremd wahrgenommen wird, heisst nicht, dass da ein «Geist» aktiv sein muss.
Ein Teilnehmer sagte zu mir: «Da werden wir ja richtig verunsichert. Ich dachte immer, dass Medien die Seelen der Verstorbenen wahrnehmen und uns weitergeben, was diese ihnen mitteilen. Jetzt scheint das alles gar nicht so einfach zu sein. Was soll man da noch glauben?»
Ich denke, es ist uns gelungen, anhand der zahlreichen guten Demonstrationen medialer Wahrnehmung zu zeigen, dass an der Tatsache nicht zu zweifeln ist, dass Medien auf paranormalem Weg Informationen erhalten und weitergeben können. Woher diese Informationen stammen und ob sie Indizien für ein Leben nach dem Tod sein können oder nicht, das bleibt allerdings eine Frage der Interpretation.
Sowohl Randgebiete der Medialität wie Tierkommunikation und Familienaufstellungen als auch die Experimente mit der Medialität fanden reges Interesse. Die beiden Schweizer Medien Eva Güldenstein und Christoph Bürer machten Durchsagen für eine Klientin im Publikum, die ich ausgesucht hatte und die sie weder sahen noch hörten, also ohne jede Rückmeldung. Trotzdem erwiesen sich alle ihre Aussagen als für diese Person zutreffend. Überhaupt zeigte es sich, dass die anwesenden Schweizer Medien den Vergleich mit ihren britischen Kolleginnen und Kollegen durchaus nicht zu scheuen brauchen.
Es war unsere Absicht – und wir haben sie meiner Meinung nach erfüllt – einer grösseren Öffentlichkeit zu zeigen, dass es sinnvoll ist, sich mit Medialität ernsthaft zu beschäftigen, und dass es nötig ist, dies mit Sachverstand und unvoreingenommen zu tun. Weder eine unreflektierte Wissenschaftsgläubigkeit noch eine vorbehaltlose Esoterik- oder Religionsgläubigkeit sind hilfreiche Einstellungen, um sich den Fragen um das Leben nach dem Tod und den Möglichkeiten der Medialität zu nähern.
Das Psi-Tage Team und das Patronat, – der BPV und die Arbeitsgruppe Spiritualistische Medialität – können mit dieser gelungenen Veranstaltung zufrieden sein.